Der Beatbot AquaSense 2 Ultra war lange das teuerste Gerät in unserem gesamten Vergleich — mit einer KI-Kamera, die eigentlich nur Profi-Geräte haben. Mittlerweile hat der WYBOT S3 mit seiner UVP von 3.999 € ihn nach Listenpreis zwar überholt, real gekauft bleibt der Ultra mit meist 2.700 € bis 3.100 € aber trotzdem das teurere der beiden Geräte. Aber steckt hinter dem Aufpreis von über 1.000 € gegenüber dem AquaSense 2 Pro tatsächlich mehr Reinigungsleistung, oder zahlst du hier fast nur für die Technik-Spielerei?
Quick Answer: Der Beatbot AquaSense 2 Ultra ist ein kabelloser 5-in-1-Poolroboter mit KI-Kamera-Navigation (HybridSense, insgesamt 27 Sensoren laut connect.de) und 11 Motoren. Er kostet real meist 2.700 € bis 3.100 € (UVP 3.850 €) und wurde von connect.de mit „sehr gut” bewertet. Sein 13.400-mAh-Akku und die maximale Poolgröße von 360 m² entsprechen aber exakt den Werten des rund 1.000 € günstigeren Pro-Modells — im reinen Oberflächenmodus schafft der Ultra laut Test sogar nur bis zu 10 statt 11 Stunden. Der Aufpreis lohnt sich damit fast ausschließlich für Pools mit unregelmäßiger Form oder stark wechselndem Laubaufkommen, wo die Kamera-Navigation ihren Vorteil ausspielt.
Beatbot AquaSense 2 Ultra im Überblick
| Kriterium | Wert |
|---|---|
| Reinigungsart | Boden, Wände, Wasserlinie, Oberfläche + Wasserklärung (5-in-1) |
| Navigation | HybridSense: KI-Kamera + 4 Ultraschall- + 2 TOF-Sensoren (27 Sensoren gesamt) |
| Antrieb | Akku, kabellos (13.400 mAh) |
| Laufzeit (laut connect.de-Test) | bis 10 Std. (Oberfläche) / bis 5 Std. (Boden) / ca. 4,5 Std. (Wand+Wasserlinie) |
| Ladezeit | ca. 4,5 Stunden (88-Watt-Schnellladung) |
| Max. Poolgröße (laut Hersteller) | bis 360 m² |
| Motoren | 11 Motoren |
| Saugleistung | ca. 20.820 l/h |
| Gewicht | 13,2 kg |
| Testergebnis | „sehr gut" (connect.de, Juli 2026) |
| Garantie | 36 Monate (Hersteller) |
| Preis | ab ca. 2.700 € (UVP 3.850 €) |
Beatbot AquaSense 2 Ultra
- HybridSense-Navigation mit 4K-Unterwasserkamera erkennt organischen Schmutz (Blätter, Samen, Nüsse) und passt die Reinigungsroute automatisch an.
- 11 Motoren statt 9 beim Pro, dazu zusätzliche Seitenbürsten für die Kantenreinigung.
- 5-in-1-Reinigung: Boden, Wände, Wasserlinie, Oberfläche und Wasserklärung in einem Gerät.
Was die KI-Kamera wirklich bringt
Der entscheidende Unterschied zum AquaSense 2 Pro liegt nicht in der Akkukapazität oder der Poolgröße — die sind bei beiden Modellen mit 13.400 mAh und 360 m² identisch —, sondern in der Navigation. Der Ultra kombiniert laut connect.de eine 4K-Unterwasserkamera mit 4 Ultraschall- und 2 TOF-Sensoren zu insgesamt 27 Sensoren und kann damit Schmutz aktiv erkennen und klassifizieren, statt nur nach einem festen Muster zu fahren. In der Praxis zahlt sich das vor allem bei unregelmäßig geformten Pools, mehreren Tiefenstufen oder stark wechselndem Laubaufkommen aus — bei einem rechteckigen Standardpool mit überwiegend mineralischem Schmutz (Sand, Kalk) liefert die reine Sensor-Navigation des Pro laut Herstellervergleich ein vergleichbares Ergebnis.
Eine echte Überraschung aus dem Test: Obwohl der Ultra rund 1.000 € mehr kostet, läuft er im reinen Oberflächenmodus laut connect.de-Test nur bis zu 10 Stunden — eine Stunde weniger, als Beatbot für den günstigeren Pro angibt (bis zu 11 Stunden). Der Aufpreis steckt also tatsächlich fast ausschließlich in der Kameratechnik, nicht in mehr Ausdauer oder Kapazität.
Nachteile aus dem Praxistest
Der connect.de-Test vergibt zwar die Note „sehr gut”, nennt aber mehrere konkrete Schwachpunkte, die du vor dem Kauf kennen solltest:
- Gewicht und Handling: Mit 13,2 kg ist der Ultra spürbar schwerer und sperriger aus dem Pool zu heben als leichtere Modelle wie der Aiper Scuba SE (3,5 kg).
- Oberflächenabsaugung nicht perfekt: Grobes Laub blieb im Test teilweise liegen, obwohl die Oberflächenreinigung insgesamt als gut bewertet wurde.
- Wasserlinie braucht mehrere Durchgänge: Für eine vollständig saubere Wasserlinie waren laut Test mehrere Reinigungsdurchgänge nötig — kein Ergebnis nach einem einzigen Zyklus.
- Mitgeliefertes Klärmittel oft überflüssig: Wer bereits eine funktionierende Filteranlage betreibt, braucht die ClearWater-Wasserklärungsfunktion in der Regel nicht zusätzlich. Laut notebookcheck.com basiert sie auf Chitosan, einem aus Krustentierschalen gewonnenen bioaktiven Wirkstoff — für die meisten Standard-Filteranlagen kein Mehrwert.
Für wen lohnt sich der Beatbot AquaSense 2 Ultra?
- Unregelmäßig geformter Pool oder mehrere Tiefenstufen: Ja — hier spielt die KI-Kamera-Navigation ihren Vorteil gegenüber reiner Sensorik aus, siehe auch unseren Ratgeber Poolroboter für ovale Pools.
- Starkes, wechselndes Laubaufkommen: Ja — die Schmutzerkennung passt die Route aktiv an, statt stur ein festes Muster abzufahren.
- Standard-Rechteckpool mit überschaubarem Budget: Eher nicht — der AquaSense 2 Pro bietet dieselbe Kapazität für rund 1.000 € weniger.
- Geringes Gewicht beim Herausheben gewünscht: Nein — mit 13,2 kg ist der Ultra eines der schwersten Geräte in unserem Vergleich, siehe Poolroboter-Akku-Vergleich.
Wie du Filter und Bürsten bei einem so anspruchsvollen Gerät langfristig pflegst, erklärt unser Ratgeber Poolroboter Ersatzteile. Ob sich Kauf oder Miete für ein Premium-Gerät dieser Preisklasse eher lohnt, zeigt unser Artikel Poolroboter mieten.
Fazit
Der Beatbot AquaSense 2 Ultra war lange das technisch ausgefeilteste Gerät in unserem gesamten Test — inzwischen hat Beatbot mit dem AquaSense X und seiner selbstreinigenden AstroRinse-Station noch eine Stufe draufgesetzt, allerdings bei identischem Akku und identischer maximaler Poolgröße. Die KI-Kamera-Navigation des Ultra ist auf dem Markt für private Poolroboter aber weiterhin die Ausnahme. Wer einen unregelmäßig geformten Pool oder stark wechselndes Laubaufkommen hat, bekommt hier tatsächlich einen echten Vorteil. Für den durchschnittlichen rechteckigen Einbaupool ist der Aufpreis von rund 1.000 € gegenüber dem AquaSense 2 Pro dagegen kaum zu rechtfertigen — Akku, maximale Poolgröße und sogar die Laufzeit im Oberflächenmodus sprechen eher für das günstigere Modell.